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Bundesjugendlager 2008 in Trier

Jugendgruppe kehrt müde und ersschöpft, aber glücklich zurück
7 Tage größtenteils gutes Wetter mit viel Sonne und einigen kräftigen Schauern

Mittwoch

Am Mittwoch, dem 23.08. ging die Reise los. Um 19.30 trafen alle Mitfahrer im OV ein, verluden ihr Gepäck und verteilten sich auf die Autos. Den Eltern wurde noch kurz gewunken und wir konnten abfahren. Mit 13 Jugendlichen und 6 Erwachsenen sowie einem Hund ging es mit dem MTW, dem Jugend-MTW und dem GKW mit Anhänger los. Das erste Ziel war der erste Autohof hinter Hamburg um dort die Jugendgruppe aus Bad Segeberg zu treffen. Netterweise konnte einer der Erwachsenen als Reserve-Fahrer auf unserem GKW helfen. Durch einen Stau verzögerte sich die Ankunft etwas, so dass die Kieler noch eine längere Pause hatten. Gegen 23:30 Uhr ging es dann endgültig Richtung Trier.


Donnerstag

Die Nacht wurde durchgefahren und gegen 9:30 Uhr trafen wir an der Anmeldung in einer Kaserne ein.


 


Nach nur kurzer Zeit konnten wir auch gleich zum Zeltplatz auf dem Messegelände fahren. Unser Zeltplatz war noch sehr leer und wir konnten schnell unsere zwei Zelte aufbauen und uns einrichten. Der steinige und sehr feste Boden erschwerte die Aufbauarbeiten etwas und die Plätze waren leider sehr eng bemessen, so dass wir wenig Platz hatten um noch Sitzplätze im Schatten zu schaffen. Das Wetter war schon morgens sehr warm und die Erschöpfung von der Fahrt und dem Aufbau war vielen anzumerken. Nachmittags nach allen Aufbau- und Aufräumarbeiten fuhr ein Teil noch in eines der nahegelegenen Freibäder. Die Organisatoren hatten hierfür kostenlosen Eintritt organisiert. Abends waren alle sehr müde und es ging nach dem ersten Abendessen relativ früh ins Bett.


Freitag

Am Freitag ging es für einen interessierten Teil in eine Flugzeugausstellung. In Hermeskeil konnten viele Flugzeuge besichtigt werden. Teilweise war es sogar möglich direkt in die Flugzeuge zu steigen und sich das Innenleben anzusehen. Der andere Teil machte sich nach kurzem Getränkekauf schon auf den Weg in ein weiteres Freibad in Saarburg, circa eine halbe Stunde Fahrt vom Lager entfernt. Das Wetter war wieder sehr sonnig und warm. Später kamen dann noch die Flugzeugbesichtiger ins Freibad, so dass alle zusammen den Nachmittag verbringen konnten. Als alle wieder im Lager angekommen waren, gab es für einen Großteil noch ein Besuch in einer Pizzeria. Die Rückfahrt hatte sich etwas verzögert und die Essensausgabe hatte schon geschlossen. Außerdem hielt sich die Begeisterung über die Abend-Verpflegung schon am ersten Tag in Grenzen. Zudem erhielten wir noch Besuch vom ehemaligen Jugendbetreuer Carsten mit seiner Freundin. Beide verbrachten das Wochenende bei uns. Am Abend wurde dann noch nett zusammen gesessen und ein wenig gefeiert.


Samstag

Der nächste Tag war der Tag des Bundesjugendwettkampfes. Nach dem Frühstück und dem morgendlichen Ausruhen gingen alle gemeinsam zum Wettkampfgelände. Die Landesjugend hatte für alle Schleswig-Holsteiner einheitliche T-Shirts ausgegeben, so dass man die Jugendgruppe aus Bad Segeberg (Landessieger im letzten Jahr) noch besser unterstützen konnte. Um 14 Uhr ging dann der Wettkampf aller 16 Landeswettkampfsieger los. Das Wetter war wieder sehr warm, aber alle hielten die Aufgaben von Holzbearbeitung über Kartenkunde, Geschicklichkeitsaufgaben und Erste Hilfe bis hin zum Stegebau durch.


 


Trotzdem war die Erleichterung allen teilnehmenden Jugendgruppen nach Beendigung anzusehen. Obwohl die Saarländer zuerst fertig waren, konnten sie nicht den Sieg einfahren. Den holten sich die Jugendlichen aus Amberg in Bayern. Hinter Hermeskeil (Rheinland-Pfalz) und Freisen (Saarland) folgten die Segeberger auf einem guten vierten Platz. Um uns noch einmal abzukühlen, fuhren wieder viele gemeinsam in ein weiteres Freibad direkt in Trier. Doch so langsam konnte man sehen, wie sich das Wetter verschlechterte. Im Lager angekommen begann der Regen. Als das Gewitter in vollem Gange, wurde ein Großteil der Zeit damit verbracht, Sandsäcke zu füllen, Gräben um die Zelte zu erstellen und die alles vor dem laufenden Wasser zu schützen. Zum Glück waren unseren Zelte im Gegensatz zu anderen Jugendgruppen jedoch dicht und der Rest des Abends konnte trocken in den Zelten verbracht werden.


Sonntag

Am nächsten Morgen hatte sich das Wetter wieder gebessert. Der Regen hatte aufgehört und fast alles war wieder getrocknet, so dass wir den Tag wieder bei Sonne genießen konnten. An diesem Tag war die Besichtigung einer Bunkeranlage geplant. Der interessierte Teil machte sich mittags auf den Weg um die nicht weit entfernten Bunker zu erkunden.


 


Der Rest verbrachte noch etwas Zeit im Lager und machte sich auf, dass vierte Freibad in der Gegend zu erkunden. Dieses Mal ging es ins ebenfalls nahegelegene Schweich. Nach einigen Schwierigkeiten konnte auch dieses Bad gefunden werden. Als die Bunkerbesichtiger jedoch zum Freibad stießen, fing es in diesem Ort bereits wieder an zu regnen. Einige blieben trotzdem noch da und genossen ein warmes Bad im Regen. Der Rest machte sich schon wieder auf zum Lager. Dort hatte es noch nicht angefangen zu regnen, die Nachbarn hatten aber aus Vorsicht unsere Sonnensegel schon abgebaut. Nach einiger Zeit ging es dann auch schon wieder mit kräftigem Gewitter los. Wieder versuchten einige noch etwas tiefere Gräben zu bauen oder mehr Sandsäcke zu füllen, doch insgesamt waren wir schon gut gerüstet und alle wichtigen Dinge sind trocken geblieben. Nur unseren direkten Nachbarn erging es nicht so gut. Ihre Zelte waren regendurchlässig und einige halfen ihnen, alles vor dem Wasser zu retten.


Montag

Den Montag gingen wir etwas ruhiger an. Viele waren müde von der nächtlichen Hilfsaktion und mussten etwas länger schlafen. Das Wetter war morgens gleich wieder sehr heiß. Die Entscheidung fiel allen leicht und wir planten den nächsten Freibadbesuch. Der Vormittag wurde noch im Lager verbracht und alle hatten genug Freizeit um sich noch auszuruhen oder etwas zu spielen oder andere Dinge zu tun. Gegen Mittag ging es dann wieder zum Freibad in Schweich, das am Vortag noch nicht richtig erkundet werden konnte. Dieses Mal hatten alle mehr Zeit zum Baden. Doch nach einiger Zeit fing es wieder an zu regnen. Dieses Mal lies sich davon aber keiner stören und es wurde weiter gebadet bis die Bademeister das Wasser auf Grund des Gewitters gesperrt haben. Daraufhin machten wir uns dann wieder auf den Rückweg zum Lager Da der Morgen etwas verschlafen wurde und wir keine Lunchpakete bekamen, haben wir beschlossen alle gemeinsam den nächsten Dönerladen aufzusuchen. Diejenigen, die im Lager blieben wurden noch kurz eingesammelt und es ging gemeinsam in die Stadt zum Essen. Abends gab es dann nur noch einen kurzen Schauer, der uns aber nach den letzten Nächten nicht mehr beunruhigen konnte.


Dienstag

Um etwas von der schönen Stadt Trier gesehen zu haben, war für Dienstag Sightseeing angesagt. Nach dem gemeinsamen Frühstück und dem Fertigmachen ging es für alle gemeinsam mit dem Bus in die Stadt. Den öffentlichen Nahverkehr konnte man mit dem Lagerausweis kostenlos nutzen. In der Stadt trennten wir uns auf. Ein Teil machte sich eher zum Shoppen auf, der andere Teil guckte sich die Haupteinkaufsstraße mit den Sehenswürdigkeiten wie der Porta Nigra und anderen Dingen an.


 


Später ging es per Fußmarsch noch durch den Rest der Stadt und zu den Kaiserthermen, die nahe an der Einkaufsstraße lagen.


 


Eine kleinere Gruppe wollte noch zum Amphitheater, das aber leider schon geschlossen hatte. Das für Lager traditionelle Grillen wurde für diesen Abend geplant. Als alle wieder in Lager angekommen waren, wurde noch schnell eingekauft und der Grill angeschmissen. Wir saßen gemütlich zusammen vor dem Zelt und genossen das jetzt auch abends wieder gute Wetter und das leckere Essen.


Mittwoch

Der letzte Tag hatte noch zwei Programmpunkte in sich. Nach allen morgendlichen Aktivitäten machten sich alle auf zu einer Sommerrodelbahn. Die Karten konnte man direkt im Lager günstiger kaufen, so dass es für jeden Teilnehmer drei Fahrten geben konnte. Nach einer lustigen Serpentinenfahrt waren dann alle heil auf dem Berg angekommen. Die Abfahrt mit dem Rodel war zwar nicht all zu lang, doch es hatten alle trotzdem ihren Spaß und selbst die Jüngsten hatten zum Schluss ihren Spaß an der Bahn. Zusätzlich konnte man sehr gut die Geschwindigkeiten vergleichen und einen kleinen Wettkampf starten.


 


Nach den drei Fahrten und noch einer kurzen Pause in der heißen Sonne ging die Fahrt (fast) weiter. Der GKW machte Probleme und wollte nicht mehr anspringen. Die Batterien waren leer. Zum Glück ging es bergab und er konnte kurz angeschoben werden und lief zunächst wieder. Dann ging es mit allen weiter zu einer Minigolfbahn. Leider war diese schon ein wenig älter und ein bisschen demoliert. Doch trotzdem konnte man die 17 Löcher (eins stand unter Wasser) spielen und sich gegenseitig an messen. Nach dem Abendessen im Lager fingen die ersten schon an ihre Sachen zu packen. Sonst wurde der Abend relativ ruhig verlebt. Wir schauten noch ein paar Bilder an und alle gingen früh ins Bett um für den nächsten Tag fit zu sein. Der GKW wurde noch abgeliefert um repariert werden zu können.


Donnerstag

Am Donnerstag war das Lager dann auch für die Kieler Jugendgruppe zu Ende. Doch der Abbau verzögerte sich auf Grund der Hitze und der Rückholaktion des GKW noch ein wenig. (Der GKW benötigte neue Batterien um die Heimfahrt zu überstehen) Letztendlich standen wir alleine auf unserem Zeltplatz und hatten genug Raum um die Zelte und alle anderen Dinge ordentlich für die lange Fahrt zu verstauen. Kurz vor Abfahrt gab es noch eine kalte Wasserdusche und ein Eis zum Abkühlen. Der Platz musste noch abgenommen werden und es gab noch Souvenirs als Abschiedsgeschenk. Gegen 13 Uhr machten wir uns dann auf dem Heimweg Richtung Kiel. Leider dauerte die Fahrt länger als gedacht und alleine in der ersten Stunde legten wir schon drei ungeplante Pausen ein. Insgesamt waren wir schließlich circa 15 Stunden auf der Autobahn unterwegs und waren um kurz vor 5 Uhr morgens wieder im OV in Kiel angekommen. Alle schnappten sich schnell ihre privaten Sachen und machten sich schnell auf den Weg nach Hause. Entweder mit den wach gebliebenen Eltern oder sie wurden nach Hause gebracht.


Am Samstag wurde dann schon wieder alles abgeladen und die Autos wurden wieder hergerichtet. Insgesamt war es ein sehr nettes Lager mit großteils gutem Wetter. Am Essen könnte man noch etwas verbessern, doch auch dieses "Problem" konnten wir anderweitig lösen. So war der McDonalds direkt am Messepark bei allen sehr beliebt. Bis auf kleinere Blessuren konnten alle heil zu Hause abgegeben werden.

Das nächste Bundesjugendlager soll 2010 in Wolfsburg stattfinden. Kiel wird bestimmt wieder dabei sein.


jetzt auch Bilder hier und in der Galerie im internen Bereich. Demnächst noch mehr wenn ich weitere habe.